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SUMMARY:ANTON VON WERNER  • Sammlung Ketels | Ausstellungsführung mit Dominik Bartmann
DESCRIPTION:Dominik Bartmann führt durch die Sammlungsausstellung zum Künstler Anton von Werner. Er spricht über Bildnisse von Werners Familie und dessen Liebe zur Gegend des Wannsees sowie über Parallelen im Leben und Schaffen von Anton von Werner und Max Liebermann\, der ebenfalls ein Sommerhaus am Wannsee besaß\, sowie über sein Leben und Wirken insgesamt. \nInformationen zur Ausstellung \nIm Jahr 1993 begann der Sammler Jens-Peter Ketels seine Beschäftigung mit dem Künstler Anton von Werner durch die Ausstellung „Geschichte in Bildern“ im Berliner Zeughaus. Bis dahin war ihm Anton von Werner nur als Maler staatstragender Ereignisse seiner Zeit bekannt. Doch in dieser Ausstellung entdeckte Ketels eine andere Seite des Künstlers: Bildnisse seiner Familie sowie Landschaftsmotive von der Nord- und Ostsee\, aus dem Schwarzwald und den Schweizer Bergen. Besonders die geteilte Liebe zur Gegend des Wannsees weckte in Ketels den Sammler\, der sich eigentlich den Werken der Berliner Secession zugetan hatte und es auch weiterhin ist. \nKetels begann zu hinterfragen\, ob Anton von Werner wirklich der alles Neue verhindernde Gegner Max Liebermanns war\, wie er einst angenommen hatte\, oder ob es nicht auch Parallelen im Leben und Schaffen der beiden Künstler gab. Anton von Werners Können und Fleiß ermöglichten ihm den Bau eines Sommerhauses in der Wannseer Straße zum Löwen 5\, ergänzt durch seine Stadtvilla in der heutigen Potsdamer Straße. Auch Liebermann schätzte seine Villa in der nahe gelegenen Colomierstraße 3\, die er sich durch eigene Arbeit finanziert hatte\, während sein Stadthaus am Pariser Platz ererbt war. Die Landschaft am Wannsee hatte für beide Künstler eine besondere Bedeutung und inspirierte sie zu zahlreichen Bildern ihrer eigenen Familien – ein Ausdruck der damit verbundenen Geborgenheit. \nDarüber hinaus scheuten weder Anton von Werner noch Max Liebermann öffentliche Verantwortung: Anton von Werner übernahm 1875 das Direktorat der Hochschule der bildenden Künste\, Max Liebermann 1920 die Präsidentschaft der Akademie der Künste. Beide Künstler vertraten ihre jeweiligen Kunstauffassungen engagiert und oft streitbar. \nJens-Peter Ketels möchte seine Faszination für den Künstler Anton von Werner mit der Öffentlichkeit teilen. In dieser Ausstellung zeigen wir sechzig besonders aussagekräftige Werke aus seiner Sammlung\, die insgesamt rund fünfmal so viele Arbeiten von Anton von Werner umfasst. Damit schließt Ketels eine Lücke\, denn Anton von Werners Sommerresidenz existiert heute nicht mehr\, während Max Liebermanns Haus am Wannsee erhalten geblieben ist und den Künstler weiterhin repräsentiert. \n\n\n\nAnton Alexander von Werner (1843–1915)\, geboren in Frankfurt an der Oder\, war ein bedeutender Historienmaler\, Illustrator und Kunstpolitiker des Deutschen Kaiserreichs. Aus einfachen Verhältnissen stammend\, entwickelte er früh ein Talent für die Malerei und studierte an der Berliner Akademie\, bevor er durch den Einfluss von Adolph Schroedter und Carl Friedrich Lessing zu seinem historisierenden Stil fand. \nVon Werner wurde besonders bekannt für seine Werke zur Reichseinigung\, insbesondere zur Darstellung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71\, bei dem er als Bildberichterstatter fungierte. Sein bekanntestes Werk\, die „Proklamierung des Deutschen Kaiserreiches“ von 1871\, existiert in mehreren Versionen und prägte die öffentliche Erinnerung an diese Zeit. Werners patriotische Darstellungen des Krieges hoben heroische Momente hervor\, ohne den Gegner zu erniedrigen\, und zielen oft auf eine ideelle\, zeitlose Überhöhung der Ereignisse. \nTrotz seines Fokus auf historische Szenen schuf von Werner auch zahlreiche persönliche Motive\, darunter Porträts und Familienszenen\, die sein Gespür für Details und menschliche Emotionen zeigten. Diese intimeren Arbeiten vermitteln eine private Seite des Künstlers und betonen seine Verbundenheit mit der Familie und dem persönlichen Umfeld. \n1875 wurde Werner Direktor der Hochschule für die bildenden Künste in Berlin und prägte die Akademie in einem konservativen Geist\, der die Moderne ablehnte und nationale sowie monarchistische Werte betonte. Gleichzeitig wirkte er als Vorsitzender des Vereins Berliner Künstler\, in dessen Zeit unter anderem die „Munch-Affäre“ 1892 fiel. Er galt als mächtige Persönlichkeit in der Berliner Kunstszene\, der stets die Nähe zum Kaiserhof suchte\, was ihm gleichermaßen Einfluss und Kritik einbrachte. \nAnton von Werner war zudem für dekorative Werke und monumentale öffentliche Aufträge bekannt. So gestaltete er den Berliner Kongress und die Eröffnung des Reichstags und war an der Ausgestaltung des Berliner Doms beteiligt. Seine „Villa VI“ in Berlin\, die er 1873/74 an der Potsdamer Straße in Tiergarten hatte errichten lassen\, lässt Rückschlüsse auf das Harmoniebedürfnis\, aber auch Repräsentationsbestreben des Hausherrn zu. Die von ihm selbst entworfene malerisch-dekorative Ausgestaltung zeigte seine Fähigkeit zur repräsentativen und dekorativen Kunst. Sein Wohnhaus war ein beliebter Treffpunkt für Künstler und Gelehrte. \nAnton von Werner verstand sich weniger als Chronist\, sondern als Historiograf\, der eine „Geschichte in Bildern“ schuf\, die oft symbolkräftiger wirkte als das tatsächliche Geschehen. Seine Werke prägen bis heute das Bild jener Zeit und verdeutlichen\, wie eng seine Kunst mit den politischen Glanzpunkten des Kaiserreichs verwoben war. \nZur Ausstellung ist ein Buch erschienen mit dem Zugang zum vollständigen Werkverzeichnis von Anton von Werner. \nÖffnungszeiten\nDo | Fr • 14 bis 18 Uhr\nSa | So • 12 bis 17 Uhr
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SUMMARY:AUTORENLESUNG aus dem Buch: Wannsee - An den Ufern deutscher Geschichte
DESCRIPTION:Der Wannsee ist nicht nur ein malerischer See im Südwesten Berlins\, sondern auch ein Ort mit tiefgehenden historischen und kulturellen Bedeutungen. Er steht für die dunkelsten und auch die leichtesten Kapitel der deutschen Geschichte. Ob Sehnsuchtsort für stadtgeplagte Eliten\, Symbol für die Ermordung der europäischen Juden\, Schauplatz des ersten Agentenaustauschs im Kalten Krieg oder Inspirationsquelle für zahlreiche Künstler und Schriftsteller – den Wannsee umgibt ein Mythos\, der bis heute weitergesponnen wird. Darüber erzählt das Buch der Journalisten Jochen Arntz und Holger Schmale. \nJochen Arntz und Holger Schmale lesen aus ihrem Buch.\nDer Eintritt zur aktuellen Ausstellung ist inklusive. \nCover | Fotografie: ©Lea Gryze
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SUMMARY:DAZWISCHEN - Die Malerin Monika Brachmann | Berliner Secession und Gegenwart
DESCRIPTION:Bis zum 23. Februar zeigen wir in einer kleinen Sonderausstellung die besonderen\, farbintensiven und rhythmischen Arbeiten der Berliner Malerin Monika Brachmann. \nEnde 2024 ist das Buch „Die Malerin Monika Brachmann – Zwischen Selbstzweifel und Selbstbewusstsein“ erschienen. Diese umfassende Retrospektive wurde anlässlich ihres 80. Geburtstags und ihres vielfältigen künstlerischen Werks veröffentlicht. \nBereits im vergangenen Jahr fand eine große Einzelausstellung ihres Werks in der Galerie Mutter Fourage statt. Nun wurden am 25. Januar erneut 20 ausgewählte Werke von Monika Brachmann ausgewählt\, um das Buch zu ihrem Lebenswerk gebührend vorzustellen. \nZudem zeigen wir Arbeiten aus dem Bestand der Galerie – Werke der Berliner Secession und der Gegenwart. Zu sehen sind Arbeiten von Philipp Franck\, Franz Heckendorf\, Emil Pottner\, Otto Heinrich und des Weiteren Arbeiten von Johannes Hänsch\, Tanja Nittka\, Svitlana Karunska\, Thomas Klingenstein und Carl-Heinz Kliemann. \nÖffnungszeiten der Galerie\nDonnerstag und Freitag | 14 bis 18 Uhr\nSamstag und Sonntag | 12 bis 17 Uhr
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